Tierstationen / Schwein und Verwertung des ganzen Tieres - Bauernhoftiere

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Tierstationen / Schwein und Verwertung des ganzen Tieres

Die Aktivitäten
Schotte vor die Säue
An ihrer Milch lag es gewiss nicht, dennoch nahm die Schweinehaltung im 19. Jahrhundert parallel zur Käseherstellung stark zu. Das lag zu einem guten Teil an der Schotte. Dieser Rückstand aus der Käseproduktion eignet sich als Futter für die Schweine. Aus Abfall wurde so etwas Wertvolles. Neben Sennen und Kühen zogen daher meist auch ein paar Mastschweine mit auf die Alp. Auch als die Talkäsereien aufkamen, wurde dieser Kreislauf beibehalten: Hielten die Käsereien nicht gleich selber Schweine, bekamen die Bauern die abgelieferten Milchkannen gefüllt mit Schotte zurück.

Was der Bauer nicht mag …
… landet bei den Schweinen. Die Schotte war nicht das einzige Nebenprodukt, das den Schweinen verfüttert wurde. Kartoffeln und Rüben, die nicht vermarktet werden konnten, Küchenreste: alles endete im Schweinetrog. Gekocht und gestampft mussten die Kartoffeln allerdings sein!  

Was lange währen muss
Frisches Fleisch war lange ein Luxusprodukt. Höchstens Innereien landeten nach der Schlachtung direkt auf dem Teller. Am Rest wurde lange gezehrt. Um das Fleisch haltbar zu machen, wurde es oft geräuchert, wie die in Bauernhäusern allgegenwärtigen Rauchküchen bezeugen.

Ausgeschlachtet
Wurde ein Schwein geschlachtet, so hatte möglichst alles verwertet zu werden. Die mit einer Glocke abgeschabten Borsten liessen sich zu Bürsten verarbeiten. Selbst die Blase konnte als Lampenschirm oder Spielball verwendet werden.

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